Eine wahrliche Sternstunde des österreichischen Parlamentarismus trug sich gestern abend im Nationalrat zu: Mit der Aufrechterhaltung des menschenrechtswidrigen Paragraphen 209 StGB markierte Österreich auf die ihm eigene Art das Internationale Jahr der Menschenrechte.
Artikel der Kategorie: Medienaussendungen
Sozialdemokraten im Europa-Parlament verhindern Resolution über Lesben- und Schwulenrechte
Straßburg/Wien (OTS) – Heute früh, 15. 7. 98, hat eine große Mehrheit der Sozialdemokratischen Fraktion und der Europäischen Volkspartei des Europa-Parlaments (EP) dagegen gestimmt, Resolutionsentwürfe dreier kleinerer Fraktionen (Grüne, Liberale, Vereinigte Europäische Linke) auf die Tagesordnung der morgigen EP-Sitzung zu
Menschenrechte für Lesben und Schwule eingefordert
Die morgige Übernahme des EU-Ratsvorsitzes durch Österreich nimmt die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien zum Anlaß, die österreichische Bundesregierung einmal mehr aufzurufen, die Menschenrechte von Lesben und Schwulen ernstzunehmen und ausnahmslos zu verwirklichen.
Nach Gesetzesreformen in Finnland und Großbritannien: Österreich muß endlich den menschenrechtswidrigen Paragraph 209 StGB streichen!
Nachdem der finnische Reichstag am 15. Juni und gestern abend (22. 6.) das Parlament in London mit großer Mehrheit (336 zu 129 Stimmen) diskriminierende Mindestaltersgrenzen gegen Schwule (und Lesben in Finnland) abgeschafft haben, ist Österreich nicht nur eines der letzten
Europäisches Parlament: Österreich peinlichen Fragen wegen Schwulenunterdrückung ausgesetzt
Äußerst unangenehme Fragen mußte sich gestern nachmittag, 17. 6., der Vertreter des österreichischen EU-Ratsvorsitzes, Dr. Wolfgang Feiel vom Verfassungsdienst des Bundeskanzleramts, in der Sitzung der Intergruppe „Gleiche Rechte für Lesben und Schwule“ des Europa-Parlaments in Straßburg gefallen lassen.



